Goldschmiede · Hamburg
Goldschmiede Hamburg: Anfertigung, Umarbeitung, Reparatur
Das Wichtigste in Kürze
- Der Preis einer Anfertigung besteht aus Material, Arbeitszeit und Fassung.
- Bringen Sie Skizzen oder Bilder mit, aber lassen Sie Raum für den handwerklichen Rat.
- Nicht jedes Erbstück sollte umgearbeitet werden, manche verlieren dabei ihren Wert.
- Das Museum für Kunst und Gewerbe ist die beste Schule für das Auge, bevor Sie verkaufen.
- Auch in Altstadt und Neustadt sitzen Betriebe, die weniger Laufkundschaft und mehr Zeit haben.
Was in Hamburg über den Tresen geht, hat eine eigene Handschrift. Hamburger Nachlässe enthalten überdurchschnittlich oft Schiffsuhren, Kompassdosen und maritimes Silber. Solche Stücke sind Sammlergebiet und gehören nicht in den Materialankauf.
Alle drei Wege beginnen mit demselben Gespräch, und es lohnt sich, gut vorbereitet hineinzugehen.
Die genannten Rechenwege gelten unabhängig vom Tageskurs, die Zahlen darin müssen Sie selbst einsetzen.
Was eine Anfertigung kostet
Der Preis setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Metall nach Gewicht und Tageskurs, der Arbeitszeit nach Stundensatz und den Steinen oder Fassungen. Ein einfacher Ring braucht wenige Stunden, ein Collier mit vielen Fassungen kann Tage beanspruchen.
Verlangen Sie einen Kostenvoranschlag, der diese drei Posten getrennt ausweist. Dann sehen Sie, wofür Sie zahlen, und können bei Bedarf am Entwurf sparen statt am Material.
Für den Vergleich in Hamburg heißt das: Notieren Sie diese Angabe bei jedem Haus, dann liegen die Angebote nebeneinander.
Goldschmiede in Hamburg: Wege, Lagen, Termine
Hamburg hat für Goldschmiede eine überschaubare Geografie. Die Achse Osterstraße und Neuer Wall trägt den größten Teil, ergänzt um einzelne Adressen in der Jungfernstieg. Zwei Termine an einem Vormittag sind damit realistisch.
Der Neue Wall ist die Adresse für gehobene Marken, die Mönckebergstraße die für Frequenz. Dazwischen liegt ein dichtes Netz kleiner Ankaufsadressen in den Passagen zwischen Rathausmarkt und Gänsemarkt, das man von der Straße aus leicht übersieht.
Wer aus Altona, Harvestehude und Ottensen kommt, sollte den Weg in die Mitte trotzdem einplanen: Der Vergleich zweier Angebote bringt fast immer mehr als die kürzere Anfahrt spart.
| Bundesland | Hamburg |
|---|---|
| Einwohner | rund 1,9 Millionen |
| Kfz-Kennzeichen | HH |
| Postleitzahlen | 20095 bis 22769 |
| Einkaufslagen | Neuer Wall, Jungfernstieg, Mönckebergstraße, Eppendorfer Baum, Osterstraße |
| Stadtteile | Altstadt, Neustadt, Eppendorf, Winterhude, Altona, Harvestehude, Ottensen |
| Umland | Norderstedt, Ahrensburg, Pinneberg, Wedel, Lüneburg, Buxtehude |
| Wahrzeichen | die Speicherstadt, seit 2015 UNESCO-Welterbe |
| Sehenswert | das Museum für Kunst und Gewerbe |
Wann man ein Erbstück besser lässt
Stücke mit Meisterpunze, aus einer bekannten Werkstatt oder aus einer klar datierbaren Epoche verlieren durch Umarbeitung ihren Sammlerwert. Aus einem Ring der Zwanzigerjahre wird ein neuer Ring, aber der alte ist unwiederbringlich weg.
Ein guter Goldschmied in Hamburg sagt Ihnen das von sich aus. Wer ohne Rückfrage jedes Stück zur Umarbeitung annimmt, denkt an seinen Auftrag, nicht an Ihren Besitz. Alternativen sind ein zweites, neues Stück oder eine behutsame Restaurierung.
In Hamburg gilt das genauso wie überall, nur sind die Wege zwischen Neuer Wall und Jungfernstieg kürzer als in vielen anderen Städten.
Was in Hamburg typischerweise auf den Tisch kommt
Hamburg ist keine beliebige Adresse für Goldschmiede.
Hamburg lebt seit Jahrhunderten vom Warenhandel, und Edelmetall war immer Teil davon. Die Handelskammer besteht seit 1665 und ist die älteste in Deutschland. Im Museum für Kunst und Gewerbe hängt eine Schmucksammlung, die vom Jugendstil bis in die Gegenwart reicht und zeigt, wie stark die Stadt gestalterisch mitgeprägt hat.
Hamburger Nachlässe enthalten überdurchschnittlich oft Schiffsuhren, Kompassdosen und maritimes Silber. Solche Stücke sind Sammlergebiet und gehören nicht in den Materialankauf.
Reparaturen, die sich lohnen
Gerissene Ketten, ausgebrochene Fassungen, verbogene Ösen, abgenutzte Ringschienen: Diese Arbeiten kosten überschaubare Beträge und machen ein Stück wieder benutzbar. Gemessen am Neupreis sind sie fast immer die günstigere Entscheidung.
Anders sieht es bei Massenware ohne Edelmetallgehalt aus. Hier übersteigt die Arbeitszeit den Wert des Stücks, und eine Werkstatt sagt Ihnen das ehrlich, statt den Auftrag anzunehmen.
Wer das vor dem Termin in Hamburg geklärt hat, spart sich die zweite Fahrt.
| Punze | Karat | Feingoldanteil | Feingold je 10 Gramm | typisch bei |
|---|---|---|---|---|
| 333 | 8 kt | 33,3 % | 3,33 g | ältere Ketten, günstiger Schmuck |
| 375 | 9 kt | 37,5 % | 3,75 g | britische Ware, Importe |
| 585 | 14 kt | 58,5 % | 5,85 g | Trauringe, Alltagsschmuck |
| 750 | 18 kt | 75,0 % | 7,50 g | hochwertiger Schmuck, Fassungen |
| 900 | 21,6 kt | 90,0 % | 9,00 g | ältere Münzen |
| 916 | 22 kt | 91,6 % | 9,16 g | Anlagemünzen wie der Krügerrand |
| 999 | 24 kt | 99,9 % | 9,99 g | Barren, Feingoldmünzen |
Aus dem Umland nach Hamburg
Das Einzugsgebiet Hamburgs reicht weit. Lüneburg, Buxtehude, Norderstedt und Ahrensburg gehören dazu, und aus allen vier Richtungen führen Wege in die Innenstadt.
Für Goldschmiede ist das ein Vorteil: Ein größeres Einzugsgebiet bedeutet mehr Anbieter, und mehr Anbieter bedeuten größere Preisunterschiede. Genau davon profitieren Sie, wenn Sie vergleichen.
Wenn Sie größere Mengen transportieren, etwa mehrere Kilogramm Silber, vereinbaren Sie vorher einen Termin und klären Sie die Parkmöglichkeit. Das klingt banal und erspart einen verlorenen Vormittag.
Hamburg und die Region
Hamburg lebt seit Jahrhunderten vom Warenhandel, und Edelmetall war immer Teil davon. Die Handelskammer besteht seit 1665 und ist die älteste in Deutschland. Im Museum für Kunst und Gewerbe hängt eine Schmucksammlung, die vom Jugendstil bis in die Gegenwart reicht und zeigt, wie stark die Stadt gestalterisch mitgeprägt hat.
Für Sie als Verkäufer ist das mehr als eine Fußnote. Wo Goldschmiedekunst Tradition hat, sitzt auch das Wissen, sie zu erkennen. Ein Stück mit Handschrift wird in Hamburg eher als solches gesehen als in einer Stadt ohne diese Geschichte.
Aus dem Umland kommen Kunden aus Buxtehude, Norderstedt, Ahrensburg und Pinneberg. Wer von dort anreist, sollte den Termin vorher abstimmen und beide Angebote am selben Tag einholen, damit der Kurs vergleichbar bleibt.
So gehen Sie vor
- Wer aus Norderstedt oder Ahrensburg anreist, plant beide Termine an einem Tag, damit derselbe Tageskurs gilt.
- Lassen Sie sich nach dem Abschluss eine Ankaufsquittung geben und heben Sie sie auf.
- Sortieren und wiegen Sie zu Hause vor, notieren Sie Punze und Gewicht je Stück.
- Rufen Sie zwei Adressen an, eine an der Neuer Wall, eine an der Jungfernstieg, und vereinbaren Sie Termine am selben Vormittag.
- Nehmen Sie Ausweis, Belege und alles mit, was zum Stück gehört: Etui, Rechnung, Zertifikat.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Umarbeitung?
Je nach Aufwand und Auslastung zwei bis sechs Wochen. Vor Weihnachten und im Frühjahr sind Werkstätten in Hamburg regelmäßig ausgebucht.
Bekomme ich mein altes Stück zurück, wenn es mir nicht gefällt?
Nach dem Einschmelzen nicht. Deshalb sollte vor dem ersten Schnitt eine Zeichnung oder ein Modell abgestimmt sein.
Was ist ein realistischer Stundensatz?
Er liegt im Bereich anderer qualifizierter Handwerksberufe. Entscheidend ist nicht der Satz, sondern die veranschlagte Zeit, lassen Sie sich beides nennen.
Wie komme ich zu den Adressen in Hamburg?
Die U-Bahn hält am Jungfernstieg, an der Mönckebergstraße und am Rathausmarkt, alle drei liegen im Fußläufigen. Wer aus dem Umland kommt, nutzt die S-Bahn bis Jungfernstieg.
Ist Hamburg für goldschmiede eine gute Adresse?
Für die gängigen Fälle ja. Der Neue Wall ist die Adresse für gehobene Marken, die Mönckebergstraße die für Frequenz. Dazwischen liegt ein dichtes Netz kleiner Ankaufsadressen in den Passagen zwischen Rathausmarkt und Gänsemarkt, das man von der Straße aus leicht übersieht.
Quellen und weiterführende Stellen
- Deutsches Goldschmiedehaus Hanau
- Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren
- Physikalisch-Technische Bundesanstalt